menumed
Gedeckter Tisch im Freien: Teller mit gegrilltem Spargel, Couscous, Bulgursalat und Garnelenspießen

Ärztinnen und Ärzte für Ernährungsmedizin

Es ist Zeit,
umzudenken.

menumed bringt ernährungsmedizinisches Wissen dorthin, wo es ankommt: in Praxen und Kliniken, in Schulen und Kitas, in den Alltag von Familien. Unabhängig, wissenschaftlich belegt, ohne kommerzielle Interessen.

Projektdetails anfordern Worum es geht

Seit 2017 ein Zusammenschluss von Ärztinnen und Ärzten. Alle Angebote sind kostenlos.

Die Idee

In jeder Sprechstunde
sitzt die Ernährung mit am Tisch.

In der Praxis und im Krankenhaus begegnen wir täglich Menschen, die an den Folgen ihrer Ernährung leiden, oft Jahre bevor eine Diagnose gestellt wird. Das Wissen, wie es besser ginge, ist längst vorhanden. Es kommt nur nicht dort an, wo gegessen wird.

menumed ist der Versuch, diese Lücke zu schließen: ein Erfahrungsaustausch unter ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, verständliche Leitfäden für Patientinnen und Patienten und Ernährungsbildung dort, wo Gewohnheiten entstehen: in der Familie und in der Schule.

Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu den Fachgesellschaften, sondern als ihre Verlängerung in den Alltag. Unser Schwerpunkt ist die Prävention.

  • Frei von der Lebensmittelindustrie

    Keine Sponsoren, keine Produktempfehlungen, keine kommerziellen Angebote. Wir finanzieren nichts, was wir empfehlen.

  • Auf dem Stand der Wissenschaft

    Wir geben weiter, was durch Studien und Leitlinien gedeckt ist, und wir benennen, wo die Evidenz dünn ist.

  • Für alle nachvollziehbar

    Kein Fachjargon, keine Verbotslisten. Sondern Einordnung, die im nächsten Supermarkt funktioniert.

Häufige Ernährungsirrtümer

Sechs Muster,
die uns täglich begegnen.

Kein Katalog von Verboten. Sondern die Sätze, die wir in der Sprechstunde am häufigsten hören, und was aus ernährungsmedizinischer Sicht dahintersteckt.

Glas Orangensaft, Milchkaffee und ein Stück Käsekuchen auf einem Cafétisch

„Saft ist doch gesund.“

Flüssige Kalorien

Saft, Smoothie, Softdrink und der große Milchkaffee liefern schnell verfügbaren Zucker ohne die Ballaststoffe der ganzen Frucht. Getrunkenes sättigt kaum und wird im Kopf fast nie mitgerechnet.

Was im Alltag hilft

Wasser und ungesüßter Tee als Standardgetränk. Obst essen statt trinken. Saft wie ein Dessert behandeln: ein kleines Glas, bewusst statt literweise nebenbei.

Teller mit Fisch in einem grünen Olivenölsud

„Olivenöl ist gesund, viel hilft viel.“

Das Olivenöl-Missverständnis

Natives Olivenöl gehört zur mediterranen Kost, deren Studienlage gut ist. Es bleibt aber das energiedichteste Lebensmittel auf dem Teller mit rund 9 kcal pro Gramm und ersetzt keine pflanzenbetonte Grundstruktur. Licht, Wärme und lange Lagerung schaden der Qualität.

Was im Alltag hilft

Löffelweise dosieren statt großzügig schwenken. Dunkel und kühl lagern, kleine Flaschen kaufen. Zum starken Anbraten hitzestabilere Öle nutzen, natives Öl für kalte Speisen.

Tasse Cappuccino mit Milchschaummuster, daneben ein Zuckertütchen

„Nur eine Kleinigkeit zwischendurch.“

Snacks ohne Pause

Wer über den Tag verteilt immer wieder isst, hält den Stoffwechsel dauerhaft im Zustand der Nahrungsaufnahme. Essenspausen entfallen. Die meisten Snacks sind hochverarbeitet, energiedicht und halten kurz.

Was im Alltag hilft

Mahlzeiten so gestalten, dass sie tragen: Eiweiß, Ballaststoffe, Fett. Pausen zwischen den Mahlzeiten bewusst zulassen. Und: Was nicht in Griffweite liegt, wird seltener gegessen.

Stück Käsekuchen auf einem Teller neben einer Kaffeetasse

„Da ist doch gar kein Zucker drin.“

Versteckter Zucker

Zucker steckt in Joghurt, Müsli, Soßen, Brotaufstrichen und in vielem, was als „fit“ oder „bewusst“ beworben wird, häufig unter anderen Namen: Sirup, Dextrose, Maltodextrin, Fruchtsüße, Konzentrat.

Was im Alltag hilft

Zutatenliste vor Werbeversprechen: Die Zutaten stehen nach Menge sortiert, die ersten drei entscheiden. In der Nährwerttabelle auf „davon Zucker“ je 100 g schauen und Produkte direkt vergleichen.

Teller mit Couscous, Bulgursalat, Spargel und Garnelen

„Mein Blutzucker ist doch normal.“

Insulinresistenz

Eine Insulinresistenz entwickelt sich über Jahre, lange bevor der Nüchternblutzucker auffällig wird. Bauchbetontes Übergewicht, Bewegungsmangel und häufige Blutzuckerspitzen begünstigen sie.

Was im Alltag hilft

Bewegung nach den Mahlzeiten, Muskulatur aufbauen, schnelle Kohlenhydrate seltener und nicht allein essen. Einordnung, Diagnostik und Therapie gehören in die ärztliche Sprechstunde und nicht in ein Ernährungsprogramm aus dem Internet.

Schale Haferbrei mit Banane, Kiwi und Heidelbeeren

„Frühstück muss schnell gehen.“

Zu wenig Ballaststoffe

Weißbrot mit Marmelade, gesüßte Cerealien, ein Riegel für unterwegs: schnell verfügbar, schnell verbraucht, früher Hunger. Die empfohlenen 30 Gramm Ballaststoffe am Tag erreichen die meisten Menschen in Deutschland nicht.

Was im Alltag hilft

Haferflocken, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Gemüse, dazu eine Eiweißquelle. Das verschiebt den Hunger um Stunden und macht den Vormittag ruhiger.

Diese Hinweise sind allgemeine Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung oder Ernährungstherapie. Bei Beschwerden oder bestehenden Erkrankungen sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Gedeckter Tisch auf einer Dachterrasse mit Tellern, Gläsern und Grill

Lange gesund bleiben

Longevity beginnt nicht mit siebzig.
Sie beginnt beim Einkauf.

Die Jahre, die wir gesund verbringen, entscheiden sich über Jahrzehnte, in tausenden kleinen Entscheidungen, die selten wie Medizin aussehen. Genau deshalb ist das Gespräch über Ernährung dann am wertvollsten, wenn noch niemand einen Anlass dafür sieht: beim Hausbesuch, im Krankenhaus, im Klassenzimmer.

Und es geht nicht um Verzicht. Gutes Essen ist das genussvollste Präventionsprogramm, das wir haben.

Wo wir ansetzen

Vier Orte,
an denen Ernährung entschieden wird.

Praxis und Klinik

Eine kurze Beratung, die in den Alltag passt: Zwei Minuten im Arztkontakt können mehr bewegen als eine Broschüre. Wir entwickeln Gesprächsleitfäden und Materialien, die sich ohne zusätzliche Sprechstunde einsetzen lassen und die klar machen, wann eine professionelle Ernährungsberatung angezeigt ist.

Schule und Kita

Ernährungswissen, bevor Gewohnheiten fest sind. Kinder lernen Essen, nicht Nährwerttabellen. Wir planen Unterrichtsbausteine, ärztliche Besuche im Klassenzimmer und Elternabende: altersgerecht, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne Sponsoring durch Hersteller.

Öffentlichkeit

Verständlich statt marktschreierisch: regionale Veranstaltungen, klar formulierte Leitfäden, Einordnung von Ernährungstrends. Wo Werbung Vereinfachung verkauft, liefern wir den Zusammenhang, auch dann wenn die Antwort „kommt darauf an“ lautet.

Fachkreise

Expertengruppen für die Fachbereiche, denn Ernährungsmedizin sieht in jeder Disziplin anders aus. Geplant sind Gruppen unter anderem zu Ernährung im Kindesalter, in der Intensivmedizin, vor und nach Operationen sowie in der hausärztlichen Versorgung.

Schale mit Haferbrei, Bananenscheiben, Kiwi und Heidelbeeren von oben
Startseite von menumed aus dem Jahr 2017 mit grünem Logo, Getreidefeld und dem Satz: menumed möchte motiviert ernährungsmedizinische Erkenntnisse nachhaltig umsetzen
So fing es an: die erste menumed-Seite von 2017. Der Satz von damals gilt unverändert, der Rest hat sich weiterentwickelt.

Wer wir sind

Ärztlich getragen.
Gemeinnützig gedacht.

menumed ist ein Zusammenschluss von überwiegend Ärztinnen und Ärzten, die ernährungs­medizinische Expertise auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft in die Breite tragen wollen.

Wir verfolgen eine gemeinnützige Idee. Von kommerziellen Angeboten distanzieren wir uns ausdrücklich. Sämtliche Angebote von menumed sind kostenlos.

Expertengruppen
Fachlicher Austausch je Disziplin, moderiert und dokumentiert.
Veranstaltungen
Regelmäßige Treffen der Beteiligten sowie öffentliche Informationsabende in der Region.
Leitfäden
Kurze, alltagstaugliche Materialien für Patientengespräch, Schule und Familie.
Verein (e. V.)
In Planung, um Projekte verbindlicher und förderfähig umsetzen zu können.

Mitmachen

Interesse an den
Projektdetails?

Das Angebot richtet sich an ärztliche Kolleginnen und Kollegen sowie an Interessierte aus medizinischen, oecotrophologischen und pädagogischen Berufen. Hinterlassen Sie Ihre Angaben, wir melden uns mit den Details zum Projekt und zu den nächsten Terminen.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte
  • Jederzeit widerrufbar, formlos per E-Mail

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